Auf einen Blick

Ende 2013 feierte das traditionsreiche 5-Sterne-Hotel am Berliner Steinplatz nach langem Dornröschenschlaf und aufwendiger Restaurierung seine Wiedereröffnung. Das Jugendstilgebäude beeindruckt mit Zimmern und Suiten, die sich alle in Größe, Grundriss und Interieur unterscheiden und den Stil der 20er-Jahre widerspiegeln. Die auf den exklusiven Stil des Hotels abgestimmten Personenaufzüge designLine der Firma Haushahn fahren in einem neu errichteten Stahl-Glas-Schacht.

Projektbeschreibung

Ganz oben in der Gunst

Waren nach der Wende die Berliner Ostbezirke die Favoriten von Stadtplanern und Architekten, richtet sich der Blick wieder gen Westen. Repräsentativer Bestandteil der Renaissance von Westberlin ist das Hotel am Steinplatz in Charlottenburg – Zeitzeuge einer bewegten Vergangenheit und heute luxuriöser denn je.

In den Goldenen 20er- und 30er-Jahren gingen hier Zarah Leander und der russische Hochadel ein und aus. Auch nach Kriegsende hielt die Prominenz dem Haus die Treue: Mehr als sechs Jahrzehnte zählte das 1913 eröffnete Grandhotel in Charlottenburg zur ersten Adresse für den internationalen Jetset. Das vorübergehende Aus für das Nobelhotel konnten auch die Stars nicht verhindern: 1976 zunächst zum Seniorenheim umgebaut, öffnete die Luxusherberge im Dezember 2013 erneut ihre Pforten.

Interpretation der 20er-Jahre

Ab 2010 verhalf ein Investor dem ehemaligen Grandhotel mit viel Geschmack und 32 Millionen Euro zu neuer Blüte. Als Generalunternehmen kümmerte sich die auf den Innenausbau von Hotels spezialisierte DSH GmbH aus Berlin um die Modernisierung. Als erstes deutsches Hotel gehört das 5-Sterne-Haus zum illustren Kreis der Autograph Collection von Marriott International, dem Luxussegment der Gruppe. Das Hotel verfügt über 84 Zimmer, eine Junior-Suite und zwei Spa-Suiten. Das von Innenarchitekt Tassilo Bost gestaltete Interieur interpretiert das Berlin der 20er-Jahre. Jedes Möbelstück, jede Lampe und jedes Accessoire ist laut Bost eine Sonderanfertigung. Auch der offene Aufzugsschacht, der den Lichthof des Hotels ausfüllt, wurde neu errichtet und optisch angepasst.

Enge Zusammenarbeit

Dem individuellen Ambiente des Hotels angemessen, entschieden sich die Planer um die Architektin Claudia Dressler für eine Aufzugsgruppe in einer Stahl-Glas-Konstruktion, die Merkur Schoppe, ein Unternehmen des Aufzugherstellers Haushahn, in enger Abstimmung konzipierte und installierte. Auf einem im Untergeschoss gemauerten Schacht sitzt ein verglastes Stahlgerüst, das im Lichthof des Hotels diagonal verspannt ist. Integrierte Lichtbänder betonen die Diagonalen und hellen den Raum auf. Der Schacht ist mit zwei maschinenraumlosen Aufzügen vom Typ designLine bestückt. Merkur Schoppe lieferte den Aufzug zunächst ohne Auskleidung. Im nächsten Schritt stattete die morgen Gesellschaft von Architekten mbH die beiden Kabinen mit Edelstahl, LED-Lichtdecke, Spiegelwand und Holzhandlauf passend zum Design des Hotels aus. Auch hier kam es auf eine gute Zusammenarbeit an: Architekten und Merkur Schoppe mussten das Gewicht der Innenverkleidung im Vorfeld festlegen, um Gegengewicht und Antrieb exakt aufeinander abzustimmen. „Planung, Ausbau und Montage funktionierten vorbildlich“, lobt Architektin Dressler. Vom Start der Montage im Juni 2013 bis zur Übergabe der einsatzbereiten Aufzüge vergingen lediglich fünf Monate.

Architekturbüro: morgen Gesellschaft von Architekten mbH (Claudia Dressler)

Technische Details

Produkt
Haushahn designLine

Traglast(en)
1275kg

Geschwindigkeit
1.6 m/s

Konfiguration
Maschinenraumloser Antrieb, 2er-Gruppe mit KS-Steuerung

Ausstattung
Kabinenwände aus Edelstahl mit LED-Lichtdecke, Edelstahltableau mit Kartenleser

Besonderheiten
Stahl-Glas-Gerüst

Ansprechpartner*in

Berlin

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Ahmet Gür
Vertriebsleiter Neuanlagen

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